Ein Strandkorb im Garten: Der Lieblingsplatz für kleine Auszeiten zu jeder Jahreszeit muss nicht am Meer stehen. Im eigenen Garten, auf der Terrasse oder auf einem passenden Balkon kann er zu einem festen Platz für kleine Auszeiten und Pausen werden. Zum Lesen, Frühstücken, Stricken, Planen, Nachdenken oder einfach zum Sitzen und Genießen.
Genau das habe ich selbst erst richtig verstanden, nachdem mein eigener Strandkorb im Garten stand. Ursprünglich wollte ich einen Strandkorb kaufen, weil ich das Küstengefühl liebe. Bei der Suche nach dem passenden Modell stellte ich fest, dass hinter diesem Möbelstück tatsächlich mehr steckt, als ich zunächst dachte.
Und nachdem der Strandkorb seinen Platz gefunden hatte, kamen nach und nach ganz andere Möglichkeiten dazu.
Heute gehört er zu den Stellen im Garten, an denen ich besonders gerne Zeit verbringe.
Ein Stück Meer für den eigenen Garten
Ein Strandkorb erinnert natürlich an die Küste. Seine Form, das Geflecht und die typische Haube lassen sofort Bilder von Nordsee und Ostsee entstehen. Urlaubsfeeling eben….
Dafür muss man aber nicht zwanghaft immer ans Meer fahren. Geht meistens ja auch nicht….
Ein Strandkorb im Garten schafft einen kleinen geschützten Raum, in dem sich eine Pause ganz anders anfühlt als auf einer gewöhnlichen Gartenbank. Der Wind ist weniger zu spüren, die Haube schafft etwas Abstand und man kann sich zurückziehen, ja verstecken ohne wirklich weg zu müssen.
Das Küstengefühl ist also geblieben. Nur der Weg dorthin ist kürzer geworden.
Der erste Kaffee schmeckt draußen noch mal ganz anders
Besonders gerne nutze ich den Strandkorb für eine ruhige Tasse Kaffee. Gerade morgens ist es schön, schon draußen zu sitzen, während der Tag noch nicht richtig begonnen hat. Langsam zu sich kommen und in den Tag gleiten, dann planen was alles ansteht, gemütlich in Ruhe loslegen.
Auch ein Frühstück lässt sich dort genießen. Mit einem kleinen Tisch oder einer geeigneten Ablage findet das Nötigste seinen Platz. Also schon ein Aspekt den du beim Kauf bedenken solltest.
Und manchmal braucht es gar kein großes Frühstück. Eine Tasse Kaffee reicht vollkommen. Sie muss aber abgestellt werden können.
Der Strandkorb macht dann später im Tagesablauf aus einer gewöhnlichen Pause einen kleinen Moment, für den man sich bewusst Zeit nimmt.
Lesen ohne Sofa und ohne Sand zwischen den Seiten
Lesen! Das Schönste am Feierabend. Ein Buch passt natürlich auch hervorragend in den Strandkorb.
Die Rückenlehne lässt sich verstellen, die Fußstützen sorgen für eine bequeme Position und die geschützte Sitzfläche macht auch einen etwas windigeren Tag angenehm.
Für mich gehört Lesen zu den naheliegendsten Beschäftigungen im Strandkorb im Garten. Man sitzt draußen und hat trotzdem einen Platz, an dem man sich zurückziehen kann.
Dazu muss es nicht einmal besonders warm sein. Mit einer Decke lässt sich die Saison verlängern.
Ein Platz für Handarbeiten
Gleich nach dem Lesen kommt das Stricken. Auch Handarbeiten lassen sich wunderbar mit dem Strandkorb verbinden.
Ein Strickzeug braucht nicht viel Platz und kann problemlos mit nach draußen genommen werden. Gerade bei einer Arbeit, die man nicht ständig konzentriert betrachten muss, ist es schön, dabei im Freien zu sitzen.
Für mich hat das etwas Entschleunigendes. Die Hände haben zu tun, während der Kopf zur Ruhe kommen kann.
Und manchmal ist genau das die beste Kombination.
Im Strandkorb entstehen neue Ideen
Mein Strandkorb ist auch ein guter Platz, um über den Garten nachzudenken. Natürlich auch viele andere Alltagsgeschichten.
Ich sitze dort gerne und genieße den Anblick meines Gartens. Dabei sehe ich nicht einfach nur auf Beete und Pflanzen. Ich bekomme mit, was um mich herum passiert.
Da bewegt sich etwas im Gebüsch, ein Vogel landet irgendwo, Insekten sind unterwegs oder eine Pflanze fällt mir plötzlich besonders auf. Gerade Tiere beobachte ich sehr gerne.
Und manchmal wandert mein Blick von einer Ecke des Gartens zur nächsten und schon entsteht eine neue Idee.
Vielleicht könnte dort eine Pflanze stehen. Braucht eine Ecke eine andere Gestaltung. Vielleicht lässt sich etwas, das schon länger im Kopf herumgeht, endlich umsetzen.
Mit etwas Abstand entstehen solche Gedanken manchmal leichter.
Der Strandkorb ist für mich deshalb auch ein Platz zum Planen und Ideen sammeln.
Und wenn gerade keine neue Idee kommt, kann ich mich einfach zurücklehnen und den Moment genießen. Zur Not lässt sich immer noch dem Gras beim Wachsen zusehen.
Ein bisschen Büro darf auch sein
Der Strandkorb kann sogar zum vorübergehenden Arbeitsplatz werden.
Für einen kurzen Text, einige Notizen oder die Planung des Tages nehme ich den Laptop oder ein Notizbuch gerne mit nach draußen.
Für einen kompletten Arbeitstag würde ich ihn nicht mit einem richtigen Arbeitsplatz vergleichen. Dafür sind ergonomische Sitzposition und Tischhöhe zu wichtig.
Aber für eine Stunde zwischendurch kann der Wechsel nach draußen gut tun.
Manchmal hilft schon ein anderer Platz dabei, auf einen Gedanken anders zu schauen.
Einfach einmal nichts tun
Und dann gibt es natürlich noch die wichtigste Beschäftigung im Strandkorb: gar nichts.
Das klingt banal, ist aber vielleicht eine seiner schönsten Eigenschaften.
Man muss nicht lesen. Man muss nichts planen. Es muss auch kein Kaffee danebenstehen.
Man kann sich einfach zurücklehnen, die Füße hochlegen und eine Weile sitzen.
Gerade im Alltag gibt es genügend Dinge, die erledigt werden wollen. Ein Strandkorb im Garten schafft einen Platz, an dem man nicht automatisch etwas erledigen muss.
Der Strandkorb als Treffpunkt
Ein Zweisitzer ist außerdem kein reiner Rückzugsort für eine Person.
Man kann gemeinsam Kaffee trinken, sich unterhalten oder abends noch eine Weile zusammensitzen. Gerade wenn die Sonne langsam tiefer steht, wird der Strandkorb zu einem gemütlichen Platz für den Tagesausklang.
Mit einer passenden Beleuchtung lässt sich diese Stimmung noch verstärken. Wie sich der Strandkorb am Abend schön in Szene setzen lässt, zeigen wir im Beitrag Strandkorb mit schöner Beleuchtung in Szene setzen.
So verändert sich seine Funktion mit der Tageszeit.
Morgens ist er Frühstücksplatz, nachmittags Lesesessel und abends vielleicht der gemütliche Platz für ein Gespräch.
Auch schlechtes Wetter muss nicht gleich das Ende sein
Ein Strandkorb wurde schließlich dafür entwickelt, vor Wind zu schützen. Deshalb kann er gerade bei wechselhaftem Wetter seine Vorteile zeigen.
Ein kühler Wind muss nicht automatisch bedeuten, dass man wieder ins Haus geht. Bei einem kurzen Wetterumschwung bietet die geschützte Konstruktion einen angenehmen Rückzugsort.
Bei Regen braucht der Strandkorb allerdings entsprechenden Schutz. Auch für die kalte Jahreszeit sollte er vorbereitet werden. Dazu findest du mehr in Strandkorb reinigen und pflegen und Strandkorb im Winter.
Der Strandkorb hat seinen ganz eigenen Alltag bekommen
Als ich meinen Strandkorb gekauft habe, stand zunächst das Küstengefühl im Vordergrund. Ich wollte dieses besondere Gefühl auch zu Hause erleben.
Daraus ist bis heute aber viel mehr geworden.
Der Strandkorb ist für mich ein Platz zum Lesen, für eine Tasse Kaffee, für mein Strickzeug und für neue Gartenideen oder mit der Freundin telefonieren. Ich sitze dort und beobachte, was sich in meiner Umgebung tut, freue mich über Tiere, die vorbeikommen, oder plane schon die nächste Veränderung im Garten.
Und manchmal passiert auch überhaupt nichts.
Dann sitze ich einfach da.
Genau darin liegt für mich der Unterschied zu einem gewöhnlichen Gartenmöbel. Er schafft einen eigenen kleinen Raum für Zeit, die man nicht unbedingt verplanen muss.
Das Meer ist dabei gar nicht nötig.
Wer seinen Strandkorb nach dem Kauf noch genauer kennenlernen möchte, findet bei uns auch praktische Beiträge über Strandkorb richtig platzieren, Pflege, Überwinterung und die Gestaltung dieses besonderen Platzes.
