Regen im Strandkorb ist kein Problem: Warum ich es liebe, bei jedem Wetter am Strand zu sein – Magische Momente im Strandkorb

Kann man bei Regen im Strandkorb sitzen? Ja, durchaus. Ein Strandkorb schützt vor Regen und Wind und kann gerade bei einem leichten Regenschauer zu einem besonders gemütlichen Platz werden. Wichtig sind ein geeigneter Wetterschutz, wetterfeste Kleidung und die richtige Einschätzung der Wetterlage. Bei Gewitter oder starkem Wind gehört der Strandkorb allerdings nicht zum sicheren Aufenthaltsort.

Für mich sind Regentage an der Ostsee deshalb kein Grund, den Strandkorb zu verlassen. Im Gegenteil: Wenn die Regentropfen auf das Dach prasseln, der Wind über den Strand zieht und die Ostsee rauscht, entsteht eine ganz besondere Atmosphäre.

Wenn der Regen plötzlich zum Teil des Erlebnisses wird

Sonnenschein kann jeder.

Bei blauem Himmel, warmen Temperaturen und glitzerndem Wasser ist ein Platz im Strandkorb ohnehin schön. Doch bei Regen verändert sich die ganze Umgebung.

Der Strand wirkt ruhiger, die Farben werden intensiver und das Licht bekommt eine andere Stimmung. Dazu kommt dieses gleichmäßige Prasseln auf dem Dach des Strandkorbs.

Ich muss dann gar nichts Besonderes tun.

Ich sitze einfach da und höre zu.

Das Meer rauscht, der Regen fällt und irgendwo dazwischen hört man vielleicht eine Möwe. Genau diese Mischung macht den Reiz aus.

Im Strandkorb geschützt und trotzdem draußen

Das Schönste am Strandkorb ist für mich, dass ich mich bei Regen nicht zwischen „drinnen“ und „draußen“ entscheiden muss.

Ich bin draußen. Ich bekomme die frische Luft mit und erlebe das Wetter unmittelbar. Gleichzeitig sitze ich geschützt und kann es mir gemütlich machen.

Bei einem Spaziergang würde ich bei stärkerem Regen irgendwann umdrehen. Im Strandkorb kann ich dagegen bleiben und beobachten, wie sich das Wetter verändert.

Ein kurzer Regenschauer kann schon nach wenigen Minuten wieder vorbei sein.

Und selbst wenn er länger bleibt, muss das nicht bedeuten, dass der Tag ins Wasser fällt.

Regen verändert die Geräusche

Bei Sonnenschein ist am Strand einiges los. Gespräche, Kinder, Fahrräder, Spaziergänger und das typische Treiben eines Urlaubstages mischen sich mit dem Rauschen des Meeres. Sonnenschutz im Strandkorb

Bei Regen wird es häufig ruhiger.

Dann fällt plötzlich das Geräusch der Regentropfen viel stärker auf. Das Prasseln auf dem Dach, das Rauschen der Wellen und der Wind ergeben eine ganz eigene Geräuschkulisse.

Ich finde das unglaublich entspannend.

Es ist ein bisschen so, als würde der Regen einen akustischen Vorhang zwischen mich und den restlichen Alltag ziehen.

Die Luft nach dem Regen

Auch die Luft fühlt sich nach einem Regenschauer anders an.

Gerade an der Küste verbindet sich die feuchte Luft mit der salzigen Meeresbrise. Wenn man nach einem Regenguss wieder richtig tief durchatmet, ist diese frische Atmosphäre deutlich wahrnehmbar.

Natürlich sollte man daraus keine gesundheitlichen Versprechen ableiten. Für mich gehört diese frische Küstenluft aber ganz eindeutig zum Erlebnis dazu.

Und wenn ich mich dabei noch gemütlich in meinem Strandkorb zurücklehnen kann, fehlt mir eigentlich nichts.

Mehr über das besondere Gefühl der Meeresluft findest du auch in Die Heilkraft des Meeres.

Was ziehe ich bei Regen im Strandkorb an?

Wenn ich bei Regen im Strandkorb sitze, brauche ich natürlich keinen Sonnenhut und keine Sonnenbrille.

Stattdessen ist vernünftige Regenkleidung angesagt.

Eine wasserabweisende Jacke, lange Hose und Schuhe, die mit nassem Untergrund zurechtkommen, sind deutlich wichtiger. An kühleren Tagen gehört außerdem eine warme Decke dazu.

Eine solche Decke ist ohnehin ein praktischer Begleiter für den Strandkorb. In Der Strandkorbdecken-Guide geht es darum, welche Decke sich dafür eignet.

Denn auch wenn der Strandkorb schützt, bleibt es draußen.

Und genau das soll ja so sein.

Was tun, wenn der Regen stärker wird?

Bei einem leichten Regenschauer würde ich einfach sitzen bleiben.

Wird der Regen kräftiger, kommt es darauf an, wie der Strandkorb geschützt steht und welche Wetterbedingungen herrschen. Bei starkem Wind, Gewitter oder heftigem Regen ist es natürlich sinnvoll, einen geschützten Innenraum aufzusuchen.

Ein Strandkorb ist kein Ersatz für ein festes Dach.

Das nimmt dem Erlebnis aber nichts. Schließlich geht es nicht darum, jedes Wetter auszuhalten, sondern die schönen Momente mitzunehmen, die sich daraus ergeben.

Manchmal zieht der Regen nach einer Viertelstunde weiter und plötzlich kommt wieder Licht durch die Wolken.

Gerade solche Übergänge finde ich besonders schön.

Regen macht die Ostsee anders

Vielleicht fasziniert mich am Regen deshalb so sehr, weil er die Küste verändert.

Der Strand sieht anders aus. Das Wasser wirkt anders. Die Menschen verschwinden nach und nach und plötzlich hat man den Eindruck, die Ostsee gehört für einen kurzen Moment ganz einem selbst.

Natürlich ist das nur ein Gefühl. Aber genau solche Gefühle machen für mich einen Urlaub am Meer aus.

Es geht nicht darum, dass jeder Tag perfekt sonnig sein muss.

Ich möchte die Küste so erleben, wie sie gerade ist.

Mit Wind.

Mit Wolken.

Mit Sonne.

Und eben auch mit Regen.

Ein Strandkorb ist nicht nur für Sonnentage da

Vielleicht haben wir uns zu sehr daran gewöhnt, einen gelungenen Urlaub mit blauem Himmel und Sonnenschein zu verbinden.

Dabei können gerade die anderen Tage in Erinnerung bleiben.

Ein Spaziergang nach einem Regenschauer. Der Geruch der feuchten Luft. Das veränderte Licht über dem Wasser. Und anschließend im geschützten Strandkorb sitzen, eine Tasse Tee in der Hand und dem Regen zuhören.

Für mich ist das keine Notlösung für schlechtes Wetter.

Das ist ein eigenes Küstenerlebnis.

Wenn du deinen Strandkorb auch zu Hause im Garten nutzt, möglichst bei jedem Wetter, kannst du dieses Gefühl natürlich ebenfalls erleben. Wie aus dem Strandkorb ein persönlicher Rückzugsort wird, beschreiben wir in Strandkorb im Garten: Ein Lieblingsplatz für kleine Auszeiten.

Regen im Strandkorb gehört für mich einfach dazu

Ich würde einen Regentag an der Ostsee deshalb niemals automatisch als verlorenen Urlaubstag betrachten.

Natürlich gibt es Wetterlagen, bei denen man besser ins Trockene geht. Aber ein normaler Regenschauer?

Der darf kommen.

Dann ziehe ich meine Regenkleidung an, setze mich in den Strandkorb und genieße genau das, was gerade passiert.

Vielleicht rauscht das Meer etwas kräftiger. Vielleicht prasselt der Regen auf das Dach. Vielleicht klart der Himmel nach einer Weile wieder auf.

Und wenn nicht?

Dann bleibe ich eben noch ein bisschen sitzen.

Denn ein Strandkorb ist für mich nicht nur ein Platz für Sonnenschein. Gerade bei Regen zeigt er, was ihn so besonders macht: Ich bin mitten im Wetter und trotzdem wunderbar geschützt.

Von Petra

„Das Meer ist für mich ein Ort der Ruhe und Inspiration. Im Strandkorb-Team schreibe ich über Reisen, Naturerlebnisse und nachhaltige Ideen, die das Leben leichter und schöner machen. Ob Auszeit am Meer, Strandkorb-Pflege oder Tipps für umweltbewusste Urlaube – hier findest du Inspiration mit Meeresrauschen.“